Arthrofibrose

Arthrofibrose ist eine komplexe Systemerkrankung, welche an Gelenken massive Funtionsstörungen verursacht. Als Symptome fallen Funktionsverlust des Gelenks durch Bewegungseinschränkung, Schmerzen, Tonuserhöhung der umliegenden Gewebe, Spannungs- und Gurtgefühl, Farbveränderung der Haut und einige mehr auf.

Am häufigsten tritt die Arthrofibrose nach Gelenksoperationen und nach Gelenksersatzoperationen auf.

Als Ursache der Arthrofibrose kann verallgemeinernd Stress genannt werden. Stress hat viele Gesichter, die Palette reicht hier vom körperlich, mechanischen Stress bis zu mentalen Stressfaktoren. Der Stress kann vor, während und nach der Operation ausschlaggebend werden.

Einige Stresspunkte können sein:

  • Angst vor der Operation
  • mechanische Mängel beim Einbau von Implantaten
  • forcierte Nachbehandlung mit zu großer Erwartungshaltung
  • starke Schmerzen
  • mental außerordentlich belastende Situationen in zeitlicher Nähe zur Operation
  • das mangelde Ernstnehmen der Situation durch Behandler
  • eine Mischung aus den verschiedenen Punkten

Seit einigen Jahren arbeite ich intensiv mit Priv. Doz. Dr. Ralf Rosenberger zusammen, mit dem Ziel Betroffenen, die häufig einen wahren Operations- und Therapiemarathon hinter sich haben, bestmöglich zu helfen. Der Ansatz ist, operative Eingriffe in eine möglichst optimale physiotherapeutische Vor- und Nachbehandlung einzubetten, um eine größtmögliche Verbesserung für die Patienten zu erreichen.

In der physiotherapeutischen Behandlung gilt das Credo hundert Prozent Konsequenz bei null Prozent Forcieren. Der Therapeut versteht sich als Partner, der vom Tempo des Gewebes geleitet wird und es in der Heilung unterstützt.

Wichtige Punkte in der Arthrofibrosetherapie sind:

  • manuelle Therapie, Lymphdrainage außerhalb des Schmerzes
  • Wiederherstellen von genetisch verankerten Bewegungsmustern innerhalb der jeweils möglichen Bewegungsgrenzen.
  • Schulung der Eigenwahrnehmung
  • Miteinbeziehen von Ernährung, Mikronährstoffe, Homöopathie etc. um dem Körper möglichst viel Energie zur Heilung zur Verfügung zu stellen.
  • Nutzen von Alltagsbewegungen für therapeutisches Training

Bei bestmöglicher operativer Wiederherstellung der Gelenksmechanik gefolgt von einer ganzheitlich orientierten Nachbehandlung können viele Betroffene eine deutliche Verbesserung der Situation erreichen.